Seit knapp einem Jahr bietet klickparts im Online-Vertrieb herstellerunabhängig Ersatzteile und Wartungsprodukte für Baumaschinen namhafter Fabrikate. Allein seit September wurde das Portfolio verzehnfacht, inzwischen sind weit über 120 000 Produkte im Webshop unter klickparts.com verfügbar. Das junge Unternehmen ist auch während der Corona-Krise weiterhin voll lieferfähig. Klickparts-Geschäftsführer Stephan Bäumler erläutert im Gespräch die Ziele, Herausforderungen und Funktionsweise des Shops sowie den unmittelbaren Vorteil für die Kunden.

Baublatt: Herr Bäumler, Sie versprechen Ihren Kunden, dass die Ersatzteilsuche auf klickparts einfach ist. Wie funktioniert Ihr Webshop denn genau?

Stephan Bäumler: Unser Anspruch ist schnell formuliert: Wir wollen es dem Kunden so einfach wie möglich machen. Zum einen dadurch, dass wir Ersatzteile und Wartungsprodukte für Maschinen der unterschiedlichsten Hersteller und Gerätetypen anbieten. Zum anderen in der Handhabung. Das Herzstück unseres Shops ist die Suchfunktion. Klar, wenn ich ein Ersatzteil für meine Baumaschine suche und ich habe noch die Originalteilenummer, dann ist das relativ einfach. Bei uns kann man in das Suchfeld den Gerätetypen, den Baumaschinenhersteller, das entsprechende Produkt oder eben die Artikel- sowie die Produktnummer eingeben und bekommt den benötigten Artikel angezeigt.

Baublatt: Gab es da Vorbilder?

Stephan Bäumler: Dabei haben wir uns in puncto Handhabung immer von der Überlegung leiten lassen: „Was kennt der Kunde von den normalen Verbrauchershops, wie Amazon oder Zalando, schon?“ Wir gehen davon aus, dass der Kunde da im beruflichen Umfeld auch keine Abstriche machen möchte. Doch das ist noch nicht alles. Unsere Suche ist dank künstlicher Intelligenz im Hintergrund selbstlernend. Das heißt, sie wird immer besser.

Baublatt: Momentan sorgen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben vor allem die Entwicklungen bezüglich des Coronavirus (Covid-19) für große Verunsicherungen und teilweise erhebliche Einschränkungen. Wie stark ist klickparts betroffen und wie wirkt sich die Krise aus?

Stephan Bäumler: Als junges Unternehmen trifft uns die Krise zu einem Zeitpunkt, an dem wir noch nicht auf einen festen Kundenstamm aufbauen können. Dennoch sehen wir uns bei aller Unsicherheit vergleichsweise gut gerüstet für diese Ausnahmesituation. Glücklicherweise haben wir seit unserem Start im vergangenen Jahr nicht nur unser Sortiment erweitert und neue Lieferanten aufgenommen, sondern auch konsequent Lieferketten und Logistik verbessert. Zusätzlich sind wir als Online-Shop von den Entwicklungen natürlich weniger betroffen als der traditionelle Handel. Doch gerade vor dem Hintergrund der angesprochenen Anstrengungen in der Vergangenheit kann ich sagen, dass wir trotz der Krise jetzt und auf jeden Fall mittelfristig voll lieferfähig sind und unsere Kunden zuverlässig versorgen können.

Baublatt: Wie viele Produkte haben Sie denn inzwischen im Shop und welche Artikel sind das?

Stephan Bäumler: Produktseitig haben wir seit letztem Sommer eine wahre Offensive gestartet. Es ist uns gelungen, seit September letzten Jahres unser Portfolio mehr als zu verzehnfachen. Inzwischen haben wir mehr als 120 000 Produkte im Shop. So haben wir allein für Komatsu Baumaschinen mehr als 15 000 Teile im Angebot, über 16 000 für Yanmar/Schaeff und für viele andere Hersteller wie Volvo, Liebherr, Hitachi oder Doosan ähnliche Teilebestände.

Baublatt: Was bedeutet das auf der Lieferantenseite?

Stephan Bäumler: Diese Produktoffensive war natürlich nur möglich, weil wir auch die Anzahl der Lieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, ständig erhöhen und neue Partner gewinnen. Dabei machen wir es uns bei der Wahl unserer Lieferanten nicht einfach. Wir legen großen Wert darauf, dass wir Lieferanten gewinnen können, mit denen wir gemeinsam wachsen und uns entwickeln können. Prominente Partner sind ZF, Würth, ITR/USCO, Guma-Tech und viele weitere.

Baublatt: Wie sieht es bei Ihnen mit den Lieferzeiten aus?

Stephan Bäumler: Da wir mit unserem Angebot vorrangig auf turnusmäßige Wartungen und Reparaturen abzielen, liegen unsere Lieferzeiten – je nach Verfügbarkeit der Teile und im Standardversand – bei zwei bis drei Tagen. Dabei erfolgen Versand und Lieferung der Ersatzteile und Wartungsprodukte nach einem festen Muster von unserem zentralen Logistikzentrum in der Nähe von Köln. Immer öfter liefern wir aber direkt vom Hersteller und falls gewünscht, ist ebenfalls die Zustellung per Nachtexpress möglich.

Baublatt: Klickparts verspricht absolute Transparenz dem Kunden gegenüber. Wie ist das zu verstehen und auf welche Bereiche bezieht sich das?

Stephan Bäumler: Bei uns hat der Kunde von Anfang an den totalen Überblick. Er sieht sofort, ob das Ersatzteil in seine Maschine passt und was es kostet. Das ist in der Branche einzigartig, aber in den anderen Consumer-Shops selbstverständlich. Wenn man bei Amazon oder Zalando nach Schuhen sucht, steht da natürlich der Preis. Genauso ist das bei uns mit einer Achse und allen anderen Artikeln. Der Nutzer – ob eingeloggt, registriert oder nicht – sieht auf einen Blick, was der Artikel kostet, ob er verfügbar ist und wie lange die Lieferzeiten sind.

Baublatt: Was kann der Kunde noch sehen?

Stephan Bäumler: Zusätzlich sind die verschiedenen Qualitätsstandards dargestellt. So hat der Kunde die Wahl zwischen dem Original-Ersatzteil, einem Produkt vom Zulieferer und einem preisgünstigen Nachbau. Für Achsen haben wir noch ein weiteres Highlight, wir haben detaillierte Explosionszeichnungen, auf denen die komplexen Bauteile exakt dargestellt werden. So muss der Kunde nicht die komplette Achse bestellen, sondern er kann auch einfach die entsprechende Baugruppe, das gewünschte Einzelteil und die erforderliche Stückzahl ordern.

Baublatt: Wer ist Ihre klassische Zielgruppe?

Stephan Bäumler: Wir glauben, dass unser Angebot für Unternehmen unterschiedlichster Größe interessant ist. Das kann sowohl das größere Bauunternehmen mit eigenen Werkstätten und Monteuren sein als auch ein kleinerer Betrieb, wie etwa im Garten- und Landschaftsbau, wo der Eigentümer noch selbst an der Maschine schraubt.

Baublatt: Ist der Shop jetzt fertig oder was sind Ihre nächsten Ziele? Stephan Bäumler: Der Shop ist naturgemäß nie fertig und wird sein Angebot ständig erweitern und verändern. Aber wir sehen uns noch lange nicht am Ende unserer Bemühungen. Wir sind klar wachstumsorientiert – quantitativ und qualitativ. Schon mittelfristig werden wir unser Produktportfolio mehr als verdoppeln und immer mehr Zulieferer und Hersteller gewinnen. Unser Ziel ist es, eine breite Kundenbasis aufzubauen und sozusagen ein „One-Stop-Shop“ für Ersatzteile und Wartungsprodukte für Baumaschinen aller Größen und Fabrikate zu werden, damit verbunden sind auch recht ehrgeizige Umsatzziele. Natürlich müssen wir auch die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen abwarten und berücksichtigen. Dennoch kann ich verraten, dass wir auch mittelfristig in anderen europäischen Ländern präsent sein wollen.

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