Ein Unikat ist der neue Minibagger von Sven Ehl. Die Baumaschine zeichnet ein edles Design in mattschwarzer Optik aus, die den Eindruck von Carbon erweckt. Eine LED-Leiste vorne an der Kabine sowie Warnhupen hinten sind Merkmale, wie sie sonst kein Vertreter eines Cat 301.8 vorweisen kann. Damit sticht dieser heraus, und das ist pure Absicht.

„Unsere Idee war, eine besondere Edition einer Cat Baumaschine zu schaffen, die abweicht vom normalen Standard. Mit dem 1,9 Tonnen schweren Minibagger fingen wir klein an und wollen uns dann weiter steigern. Allerdings soll so eine Sondermaschine auch limitiert bleiben und daher wird es erst nächstes Jahr wieder ein neues Modell geben, auch wenn die Resonanz danach positiv war. Anfragen gibt es bereits – etwa nach einem 30-Tonnen-Bagger“, erklärt Michael Eckert, Leiter der Zeppelin Niederlassung Illingen zu den Gründen, die zu der Sonderausstattung führten. Extras wie sie der Cat Minibagger erhalten hatte, dienen der Sicherheit auf Baustellen. „Dank der Zusatzbeleuchtung und der Hupen kann der Fahrer auf sich aufmerksam machen“, ergänzt Michael Eckert. Scheinwerfer mit Wegausleuchtung und ein Sicherheitsgurt in Signalfarbe sind Sicherheitsfunktionen, die von vornherein ab Werk in die Maschine integriert sind. Fahrerkomfort zeichnet die Kabine per se aus, die über eine Klimaanlage verfügt.

LED-Leiste vorne an der Kabine

Von Zeppelin Verkaufsrepräsentant Carsten Heinrich hatte Sven Ehl von der Sonderedition erfahren und kam über ihn dann auch zum Kauf. „Wenn die Baumaschine auffällt, umso besser. Gelbe Geräte gibt es viele, aber der dunkle Farbton sticht heraus und kann sich zu einem Markenzeichen entwickeln“, meint Sven Ehl. Er suchte nach einem kompakten Bagger, den er Kunden zum Mieten anbieten kann und die diesen auf einem Pkw-Anhänger noch problemlos transportieren können. Geliefert wird der Minibagger mit Teleskoplaufwerk samt Gummiketten, die das Manövrieren bei beengten Einsatzverhältnissen erleichtern. Die Spurweite lässt sich von 990 bis 1 300 Millimeter verstellen.

Eine weitere Besonderheit der Baumaschine ist ihr Tempomat – ideal für längere Geradeausfahrten. Doch das ist nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal. Mit der Joystick-Lenkung lässt sich jederzeit per Tastendruck von der konventionellen Hebel-/ Pedallenkung auf den linken Joystick wechseln. Der rechte Joystick steuert dann den Abstützplanierschild. Der Fahrer kann nun den Minibagger entspannt mit dem Joystick manövrieren. Auch das erleichtert das Handling. Ein Aspekt, der für eine Mietmaschine wichtig ist, wenn diese von wechselnden Fahrern mit verschiedensten Vorkenntnissen bedient wird.

Ausgedacht hatte sich das Unikat für Sven Ehl (Mitte) die Zeppelin Niederlassung Illingen, hier mit ihrem Niederlassungsleiter Michael Eckert (rechts) und Verkaufsrepräsentanten Carsten Heinrich (links). Fotos: Zeppelin

Vorgesehen ist die Baumaschine für Einsätze rund ums Haus, wenn Privatleute ihren Garten anlegen oder eine Mauer setzen wollen. „Inzwischen gibt es auch schon Anfragen seitens eines Hausmeisterservice“, so Sven Ehl. Er will aber auch selbst die Kompaktmaschine für sein Unternehmen im Bereich land- und forstwirtschaftliche Dienstleistungen nutzen, um damit kleinere Aushub- sowie Erdarbeiten zu machen, Böschungen anzupassen oder Flächen zu räumen. Damit die Baumaschine möglichst vielseitig eingesetzt werden kann, wird sie neben dem klassischen Tieflöffel auch einen Cat Hydraulikhammer B1S verwenden können, um Sandsteine zu beseitigen, Fundamente rauszunehmen oder kleine Gartenmauern zu entfernen. Dieser soll auch an einem zweiten Cat Minibagger 302CR angebaut werden können, den Sven Ehl ebenfalls ganz frisch zusammen mit einem 303ECR erworben hat.

Die neuen Baumaschinen besitzen einheitlich ein kraftstoffsparendes Load-Sensing- Hydrauliksystem mit elektronisch geregelter Axialkolben-Verstellpumpe, deren großer Ölvolumenstrom von 66 Liter pro Minute schnelle Arbeitstakte gewährleistet. Der hohe Systemdruck verleiht den Maschinen hohe Grab- und Hubkräfte sowie starke Antriebskraft für hydraulische Anbaugeräte. Die Grabtiefe wurde bei der Sonderedition dank längerem Stiel auf 2,54 Meter vergrößert. Um die Einsatzvielfalt zu steigern, ist ab Werk eine kombinierte Einweg-/Zweiweg-Zusatzhydraulik mit Konstantstrom-Funktion installiert. Die dazugehörigen Leitungen sind mit Schnellkupplungen ausgerüstet.

„Mit der Zeit kamen immer weitere Aufgaben hinzu. Man entwickelt sich weiter und lernt neue Kunden kennen. Aufgrund von vermehrten Anfragen entstand die Idee, ins Mietgeschäft einzusteigen“, führt Sven Ehl aus, der von St. Wendel aus seine Dienstleistungen anbieten will. Er ist als Forstbetriebsleiter tätig und will sich damit ein weiteres Standbein aufbauen und sich von vornherein breit aufstellen.

Den Ölwechsel oder das Abschmieren im Rahmen der routinemäßigen Wartung übernimmt er an den Cat Minibaggern selbst. Wartungsteile werden ihm automatisch zugeschickt, wenn sie gemäß Wartungsintervall getauscht werden müssen – er hat den Servicevertrag Z Parts plus für vier Jahre beziehungsweise 2 000 Betriebsstunden abgeschlossen. Diese will Sven Ehl über das Flottenmanagement Product Link im Blick behalten, wenn per Funk oder Satellit die Maschinendaten übermittelt werden. „Damit lässt sich die Wartung besser abschätzen und bei den Mietgeräten ist es von Vorteil, die Betriebsstunden im Auge zu behalten“, meint er. Gemietet werden kann die Sonderedition wie auch der Cat 302CR und Cat 303ECR ab einer Mietdauer von einem Tag. Zum weiteren Mietequipment zählen ein Häcksler, Forstmaschinen sowie ein Zehn-Tonnen- Mobilbagger.

Mai-Juni 2021

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