Das Bild der Baubranche, die traditionell aufgestellt ist und in puncto Digitalisierung großen Nachholbedarf hat, ist weit verbreitet. Dass sie die Digitalisierung der Wertschöpfungskette nach vorne bringen müssen, wissen am Bau Beteiligte durchaus – nur wie sie es anpacken sollen, ist vielen Firmenchefs nicht eindeutig klar. Hier können Start-ups den etablierten Bauunternehmen auf die Sprünge helfen, um Innovationen voranzutreiben. Deswegen wurde 2018 BEFIVE von UnternehmerTUM, dem führenden Zentrum für Innovation sowie Gründung in Europa an der TU München, aus der Taufe gehoben. Die Innovations- und Digitalisierungsplattform bringt Akteure der Bau- und Immobilienbranche mit Wissenschaftlern und Start-ups zusammen, um neue Ideen für die Zukunft des Bauens zu entwickeln. Mit dabei sind Firmen wie Max Bögl, Peri oder Hilti. Wir sprachen mit Dr. Manuel Götzendörfer, Managing Director von BEFIVE, wie es Bauunternehmen gelingen kann, digitaler zu werden.

Baublatt: Wofür steht eigentlich BEFIVE?

Dr. Manuel Götzendörfer: BEFIVE heißt Built Environment Focused Innovations, Ventures and Enterprises. Damit umschreiben wir, was wir tun: Innovationen für etablierte Unternehmen voranzutreiben. Das kann bis hin zu der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle führen. Wir haben uns bewusst für den Begriff gebaute Umwelt entschieden, weil wir überzeugt sind, dass die klassische Trennung von Bauindustrie und Real Estate immer mehr verschwimmen wird. Damit wollen wir zeigen, um was es geht: um den kompletten Lebenszyklus des Bauens, also von der Planung über die Realisierung bis hin zur Nutzung. 2020 ist die Baukonjunktur mit einem blauen Auge davongekommen – zumindest, was den Bausektor in Deutschland betrifft. In anderen Regionen der Erde sieht es anders aus. Unabhängig davon, wie sich die Lage entwickelt, werden zwei Themen ganz oben auf der Agenda stehen: die Digitalisierung und die Nachhaltigkeit.

Baublatt: Warum muss Ihre Innovations- und Digitalisierungsplattform BEFIVE Bauunternehmen auf die Sprünge helfen, Innovationen zu entwickeln? Sind Baufirmen selbst nicht innovativ genug?

Dr. Manuel Götzendörfer: Es gibt sehr wohl Baufirmen, die äußerst innovativ unterwegs sind. Doch die gute Baukonjunktur der letzten Jahre hat die Entwicklung von Innovationen ins Hintertreffen geraten lassen und es erschwert, sich gezielt mit Innovationen und Effizienzsteigerung zu beschäftigen. Viele Bauunternehmen waren voll ausgelastet und haben an ihrem Kapazitätslimit gearbeitet. Wenn man in dem Hamsterrad drin ist, bleibt es leider auf der Strecke, dass man sich mit der systemischen Weiterentwicklung der eigenen Organisation auseinandersetzt. Trotzdem haben durchaus Bauunternehmen die Chance in dieser Zeit genutzt, um in die Weiterentwicklung ihres Unternehmens zu investieren, um zum Beispiel digitale Workflows aufzusetzen, digitale Instrumente einzuführen oder mit neuen Geschäftsmodellen zu experimentieren.

Baublatt: Es heißt immer pauschal: Die Baubranche hinke der digitalen Entwicklung hinterher. Wie ist Ihr Eindruck?

Dr. Manuel Götzendörfer: Grundsätzlich kann man festhalten, dass viele Unternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette des Bauens, was Organisationsstrukturen, Prozesse, Unternehmenskultur und die Einstellung der beteiligten Personen gegenüber Digitalisierung angeht, noch sehr stark konservativ geprägt sind. Als großer Entwurf der Digitalisierung wird dann schon angeführt, wenn ein neues ERP-System eingeführt wird. Das macht deutlich, dass Digitalisierung sehr unterschiedlich verstanden wird. Das Potenzial der Digitalisierung ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Das hängt damit zusammen, dass wir in vielen Fällen auch noch gar nicht verstanden haben, was diese Technologien an Mehrwert liefern können. Es gibt viele digitale Lösungen im Baustelleneinsatz, aber sie werden nicht angewendet, weil der Veränderungswille und -druck noch nicht groß genug sind. Was unserer Ansicht nach auch sehr wichtig ist, ist das Mindset, also die Denkweise. Ein digitales Mindset und eine digitale Unternehmenskultur, die auf die Nutzung digitaler Potenziale ausgerichtet sind, sind in den wenigsten Unternehmen vorhanden. Da gibt es viel Luft nach oben.

Baublatt: Was muss passieren, damit die Baubranche digitale Zukunftstrends stärker voranbringt?

Dr. Manuel Götzendörfer: Es ist eine aktivere und systemische Auseinandersetzung mit innovativen Lösungen erforderlich. Derzeit gibt es schon etliche gute und vielversprechende Lösungsansätze. Sie müssen aber angewendet werden. Das hat wiederum mit der Einstellung zu tun, angefangen von der Geschäftsführerebene bis hin zu den Mitarbeitern. Das Personal muss man mitnehmen und für die Lösungen begeistern. Das kann nur dann gelingen, wenn ein Verständnis dafür da ist und der Nutznießer einen klar begreifbaren Vorteil aus der Anwendung ziehen kann. Dann werden neue Technologien auch eingesetzt. Ein weiterer Aspekt, der eine wichtige Rolle spielt, ist die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, um Lösungen zu bieten, die für alle einen deutlichen Mehrwert schaffen. Es funktioniert nicht, wenn jeder nur auf sein Gewerk fokussiert ist. Ich glaube, die Baubranche war in der Vergangenheit stark davon geprägt, eher gegeneinander zu arbeiten, hat versucht, eigene Grenzen abzustecken und hat Projekte nicht mit einem Open-Innovation-Ansatz bearbeitet. In Zukunft müssen sich Unternehmen öffnen und gemeinsam an Schnittstellen arbeiten, um Potenziale heben zu können.

Gerieten wegen der Auslastung ins Hintertreffen: Innovationen. | Foto: thodonal/Adobe Stock

Baublatt: Wie können Unternehmer ihre Mitarbeiter mitnehmen, damit sie ihre Scheuklappen gegenüber Neuem ablegen?

Dr. Manuel Götzendörfer: Entscheidend ist das Verständnis und unmittelbar muss der Nutzen einer Anwendung überzeugen. Das kann man erreichen, indem Mitarbeiter selbst die Vorteile kennenlernen und ein neues Tool auch mal ausprobieren dürfen. Übertragen auf Baumaschinen: Vielleicht fängt man mit einzelnen Funktionalitäten und nicht mit dem kompletten Umfang einer neuen Technologie an. Dann kann es gelingen, dass auch kritische Mitarbeiter bereit sind, sich intensiver mit neuer Maschinentechnik zu beschäftigen. Ich denke, man muss akzeptieren, dass man nicht alle gleichermaßen erreichen kann. Der Ansatz muss sein: Erst lernbereite und neugierige Mitarbeiter zu gewinnen, die neuen Lösungen gegenüber offen sind und ihnen Möglichkeiten bieten, diese einsetzen zu können. Je mehr Pilotanwender es gibt, desto mehr wird es gelingen, dass auch skeptische Kollegen angesprochen werden. Am Ende des Tages wird sich anhand der Arbeitsergebnisse zeigen, dass Anwender von neuen Lösungen deutlich produktiver sind. Dann muss ich mich als Kollege schon aus eigener Motivation heraus fragen, was ich für mein Unternehmen beitragen kann. Das setzt eine gewisse Veränderungsbereitschaft voraus.

Baublatt: Wie kann BEFIVE nun Bauunternehmen unterstützen, dass das Management digitale Lösungen vorantreibt?

Dr. Manuel Götzendörfer: Wir verfolgen mit unseren Partnerunternehmen drei Ziele, die wir gemeinsam definiert haben. Erstens ist es der systematische und unternehmensübergreifende Austausch zu Innovationsthemen, und das auf der Ebene der operativ tätigen Personen, dem mittleren Management und der Geschäftsführer- sowie Gesellschafterebene. Zweitens wollen wir unternehmensübergreifende Lösungen entwickeln – etwa durch Kooperationen. Es kann sein, dass wir uns Lösungen, etwa von einem Start-up oder einem mittelständischen Betrieb, anschauen. Wir testen die Anwendung der Lösung im realen Umfeld und schauen aus verschiedenen Perspektiven, ob die Lösung den Anspruch des Mehrwerts erfüllt. Ziel Nummer drei: Durch unsere Aktivitäten leisten wir einen Beitrag für die Transformation innerhalb der Unternehmen unserer Partner. Dadurch, dass wir unternehmensübergreifend vorgehen, verfolgen wir den Austausch. Das ist ein Signal an alle Ebenen in einem Unternehmen, dass eine Veränderung gewünscht ist, von der man sich auch einen Mehrwert erwartet. Es war keine Selbstverständlichkeit in der Vergangenheit, sich über zukunftsrelevante Themen auszutauschen. Den größten Aha-Effekt erreichen wir in der Zusammenarbeit, das heißt, dass die Mitarbeiter die unmittelbare Veränderung erleben. Sie setzen, moderiert durch uns, neue Methoden und Tools ein. Sie können dann die Erfahrungen auf Unternehmen übertragen. Wir setzen mit einfachen Trainingsformaten an, wie neue Führungsweisen oder agiles Arbeiten zu vermitteln und sich auszutauschen, aber dann die Arbeitsweisen auch in konkreten Projekten anzuwenden.

Baublatt: Die Baubranche hat den Ruf, eher konservativ zu sein. Nun treffen sie auf die Start-up-Szene. Kommt es da nicht zu einem Kulturschock?

Dr. Manuel Götzendörfer: Unser Vorteil ist es, dass wir die Sprache beider Welten sprechen, und zwar die Sprache der etablierten Unternehmen und die der Start-ups. Uns sind die Herausforderungen seit Jahren bekannt. Wir versuchen, die Mitarbeiter der Partnerunternehmen abzuholen und sie an die Themen heranzuführen. Aber wir stellen auch fest, dass in unseren Partnerunternehmen interne Prozesse und Entwicklungen stattgefunden haben. Beispiel Start-up-Kooperationen: Die meisten Partnerunternehmen sind, was die Zusammenarbeit mit Start-ups anbelangt, gut aufgestellt. Sie haben gute Erfahrungen gesammelt und intern Stellen geschaffen, um strategische Kooperationen zu initiieren, sie haben gemeinsame Projekte angeschoben und sich an Startups beteiligt. Es liegt aber auch daran, dass unsere Partnerunternehmen Innovationsführer in ihrem jeweiligen Bereich sind. Was neue Ansätze betrifft, sind diese ohnehin schon sehr aufgeschlossen. Entscheidend ist, dass im Vorfeld Ziele festgelegt werden und wie diese erreicht werden. Stellt das Start-up eine Lösung zur Verfügung, die das Unternehmen anwenden kann, ist klar, dass alle Rechte beim Startup liegen. Soll eine Lösung weiterentwickelt werden, muss geklärt werden, wie man dann mit diesen Ergebnissen umgeht. Es muss eine Transparenz und außerdem ein Verständnis für Herausforderungen und das jeweilige Setting für die jeweils andere Partei da sein. Da werden auch die beteiligten Unternehmen immer professioneller und die guten Start-ups verstehen die Spielregeln auch immer besser, Teil eines großen Unternehmens zu sein.

Baublatt: Die Baubranche ist eher mittelständisch geprägt. Von Beginn an beteiligte Gründungspartner von BEFIVE sind jedoch Konzerne wie Max Bögl, Hilti und Peri. Sind Innovationen nur was für große Unternehmen, die auch die nötige Kapitaldecke haben und die Entwicklung von Innovationen bezahlen können?

Dr. Manuel Götzendörfer: Innovationen sind nicht gebunden an die Unternehmensgröße. Auch unter unseren Partnerunternehmen befinden sich mittelständische Firmen. Entscheidend ist eher, wie Gesellschafter und Geschäftsführung Innovation, Digitalisierung und Transformation einstufen, wie sie Veränderungen aktiv angehen und wie sie zukünftige Entwicklungen anstoßen wollen. Es gibt genügend Beispiele von kleinen Unternehmen, die sehr innovativ unterwegs sind und sich schon sehr früh mit neuen Technologien beschäftigen. Es sind die Unternehmer selbst, die darin eine Chance sehen, sich zu differenzieren.

Baublatt: Neue Lösungen zu entwickeln, muss man sich leisten können, aber auch leisten wollen.

Dr. Manuel Götzendörfer: Man muss sich bewusst machen, dass ein Großteil der Unternehmen sehr klein ist. Die durchschnittliche Unternehmensgröße von Bauunternehmen in Europa liegt bei vier Mitarbeitern, davon ist einer noch der Chef. Daher ist es klar, dass die zeitlichen Kapazitäten, die finanziellen Ressourcen oder die Manpower extrem begrenzt sind. Das verstärkt dann den Eindruck, dass die Branche eher sehr zurückhaltend ist gegenüber neuen Entwicklungen. Die großen Unternehmen haben es sehr wohl verstanden, wie wichtig Digitalisierung ist. Man muss sich nur an die letzten großen Messen wie die bauma erinnern. Dort war die Digitalisierung sehr präsent. Das Thema ist angekommen, aber nicht alle Unternehmen haben die gleichen Ausgangsmöglichkeiten, um sich damit so intensiv zu beschäftigen.

Baublatt: Ihre Plattform würde jederzeit noch neue Firmen aufnehmen, oder?

Dr. Manuel Götzendörfer: Auf jeden Fall. Wir sind kein geschlossener und exklusiver Kreis. Wir wollen unternehmensübergreifend zusammenarbeiten und nehmen gerne weitere Firmen auf. Wichtig sind die Mehrwerte und wie Partner voneinander profitieren können. Jeder, der Bedarf hat, kann sich bei uns melden. Dann schauen wir, wie wir unterstützen können. Das können wir entweder selber sein oder wir vermitteln Kontakte.

Baublatt: Müssen Baufirmen wirklich befürchten, von Branchenfremden und Start-ups – analog wie die Automobilindustrie von Tesla oder der Buchhandel von Amazon – überholt zu werden, wenn sie sich nicht verändern?

Dr. Manuel Götzendörfer: Eindeutig ja. Keine Branche, egal wie komplex sie ist oder welche rechtlichen Anforderungen bestehen, ist davor gefeit. Jederzeit können neue Marktteilnehmer entstehen und bisherige Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen und überflüssig machen. Ein gutes Beispiel ist SpaceX, das soeben eine Rakete in Richtung ISS gestartet hat. Bis vor ein paar Jahren hätte man sich kaum vorstellen können, dass ein junges Start-up aus der Privatwirtschaft in so einem komplexen Bereich in der Lage ist, in kürzester Zeit eine marktfähige Lösung anzubieten. Jetzt sehen wir, dass so jemand Aufgaben übernehmen kann, die bislang den etablierten staatlichen Institutionen vorbehalten waren – und zwar deutlich kostengünstiger. Deswegen kann niemand davon ausgehen, dass es den Bausektor nicht trifft. Ein häufig zitiertes Beispiel ist auch das Technologieunternehmen Katerra in den USA. Mit der finanziellen Unterstützung von Softbank kann es unabhängig von all den Altlasten und den vermeintlich notwendigen Erfahrungen aktiv werden, mit seinem digitalen Mindset Gebäude als Produkte anbieten, und zwar mit einer hohen Qualität, aber in deutlich effizienteren und integrierteren Prozessen als die etablierten Bauunternehmen. Das kann auch in Deutschland passieren – in kleinen Teilen ist das auch heute schon der Fall. Thermondo revolutioniert den Bereich Heizung und Sanitär. Das ist ein deutsches Unternehmen, an dem Eon beteiligt ist. Es denkt den Prozess neu und installiert Heizungen mithilfe von Digitalisierung. Damit ist es effizienter unterwegs und kann bessere Qualität bieten als klassische Marktteilnehmer. Thermondo hat sich auf eine Nische spezialisiert. So funktioniert es oft, dass ein Start-up sich erst ein Thema rausgreift, bei dem es schnell gelingt, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu etablieren. Aber dann hat es noch die Vision, dieses groß aufzubauen. Das wird auch im Bausektor passieren.

Baublatt: An welchen neuen Geschäftsmodellen wird seit der Gründung von BEFIVE gearbeitet – was konnten beteiligte Baufirmen bislang auf den Weg bringen und umsetzen?

Dr. Manuel Götzendörfer: Ich würde nicht von Geschäftsmodellen sprechen, aber wir haben schon gute Ergebnisse im Bereich der Logistik erzielen können. Wir haben Anwendungen entwickelt, um Logistikprozesse zu optimieren. Auch im unternehmensübergreifenden Qualitätsmanagement haben wir eine neue Lösung geschaffen. Die Bereiche Planung und Steuerung rund um die Baustelle bis hin zur Produktionsplanung sind große Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen. Wir beschäftigen uns auch mit dem Einsatz von Sensorik, mit Lösungen rund um Nachhaltigkeit oder Müllvermeidung und konnten in den letzten zwei Jahren schöne Erfolge erzielen. Die Beispiele zeigen aber auch, an welchen Themen wir arbeiten. In der Regel sind es Schnittstellen zwischen den Unternehmen. Wir gehen davon aus, dass es dem einzelnen Unternehmen nicht optimal gelingt, sondern dass man die Kräfte bündeln muss. Es sind Bereiche mit viel Potenzial und es ist die Frage, wie offen ist man im Austausch.

Baublatt: Leider sieht jeder fünfte Bauunternehmer in digitalen Technologien eine Gefahr für sein Geschäftsmodell. Worin besteht die Gefahr?

Dr. Manuel Götzendörfer: Ich sehe eine große Herausforderung bei den kleineren und mittleren Unternehmen, die nicht die Kapazitäten haben, sich mit solchen Entwicklungen zu beschäftigen. Da besteht die große Gefahr darin, dass diese Unternehmen in der jetzigen Form in Zukunft nicht mehr existieren können, wenn die Digitalisierung richtig Fahrt aufgenommen hat. Deutschland ist stark vom Handwerk und kleinen Unternehmen geprägt, die möglicherweise den Anschluss verpassen und nicht mehr auf den Zug aufspringen können. Das wäre wirklich dramatisch, weil wir auch ein großes Fachkräfteproblem haben. Zudem hat die Branche auch ein Imageproblem und ist für junge Talente auf den ersten Blick nicht so attraktiv. Anders wiederum sehe ich hier für solche Firmen durchaus auch ein Potenzial, wenn man sich entsprechend aufstellt und für Mitarbeiter ein entsprechendes Umfeld bietet, dann kann ich mich auch als kleiner Betrieb als attraktiver Arbeitsgeber positionieren.

Baublatt: Unternehmern ist durchaus völlig klar, dass sie sich bewegen müssen. Sie wissen nur nicht, wie sie es anpacken sollen.

Dr. Manuel Götzendörfer: Es gibt für verschiedenste Unternehmensgrößen Ansätze und Leitfäden, wie sie sich der Digitalisierung nähern können. Handwerkskammern und Verbände bieten ausführliche Informationen. Profitieren und lernen können sie auch vom Austausch mit anderen, die schon Erfahrungen haben.

Januar-Februar 2021

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