Möglichst sortenrein sollen die Chargen an Schrott sein, um daraus wieder Stahl gewinnen zu können. Umso wichtiger sind die Schritte, die der Stahlproduktion vorausgehen: das Sortieren und Aufbereiten der einzelnen Fraktionen im Zuge des Recyclings. Darauf konzentriert sich das Unternehmen LüneRecycling, das mithilfe von Cat Umschlagtechnik den Schrott aus Haus- und Gewerbemüll aus dem Lüneburger Umland und den Metropolenregionen Norddeutschlands nach Kundenanforderungen zerlegt. Ein Cat Umschlagbagger MH3024 mit Polypgreifer hilft dabei, MBA Schrotte, die bis zu 80 Prozent FE und bis zu drei Prozent NE-Metall wie Kupfer, Aluminium, Zink, Bronze oder Messing enthalten, zu Sekundärrohstoffen aufzubereiten. Doch das ist nicht die einzige Form der Wertschöpfung, die das Unternehmen verfolgt und weiterausbaut. Recycelt werden auch Papierzöpfe, Altholz sowie Kunststoffe. Im April 2021 wurde ein Containerdienst übernommen, um Abfalltransporte mitanbieten zu können.

„Wir befinden uns im Wachstum und mitten in der Aufbauphase“, so Inhaber Karsten Burmester. Zusammen mit Heiko Neben gründete er 2016 LüneRecycling. Seitdem betreibt das junge Unternehmen eine stationäre Aufbereitungsanlage und entwickelt sich stetig weiter, um Abfallströme effizient aufzubereiten.

Mehr und schnelleren Durchsatz – das plant das Unternehmen im Hinblick auf die Aufbereitung und das erfordert wiederum eine Aufstockung des Personals, das derzeit aus rund 20 Mitarbeitern besteht.
Fotos: LüneRecycling

Dem Umschlagbagger zur Seite steht sein kleineres Pendant: ein Cat MH3022 mit einem Sortiergreifer. Er konzentriert sich wiederum auf das Recycling von Reststoffen der Papierproduktion, einem weiteren Standbein des Unternehmens. Aber auch da dreht sich alles um die Aufbereitung von Stoffströmen, genauer gesagt Papierzöpfen, die bei der Papierproduktion anfallen. Sie bestehen aus Störstoffe wie Drähten. Diese werden ebenfalls von LüneRecycling verarbeitet. Dazu müssen die zehn Meter langen Zöpfe auf Kantenlängen von je 30 Zentimeter vorzerkleinert werden, was ein Vorzerkleinerer übernimmt, der von dem Cat MH3022 beschickt wird. „Die Investition in diese Technik war der richtige Schritt, denn wir konnten so unsere Aufbereitungsprozesse beschleunigen. Es hat sich bewährt, dass wir zwei Umschlagbagger einsetzen. Da es sich um Schlüsselmaschinen handelt, haben wir gegebenenfalls immer ein Reservegerät in der Hinterhand, das notfalls aushelfen kann“, so Karsten Burmester. Dritte Baumaschine im Bunde, auf die LüneRecycling zugreift, ist ein Cat Radlader 950M – die ganze Baumaschinentechnik stammt von der Zeppelin Niederlassung Hamburg und ihrem leitenden Vertriebsrepräsentant Michael Otto.

Auf das Sortieren und Aufbereiten der einzelnen Fraktionen konzentriert sich LüneRecycling mithilfe von Cat Umschlagtechnik.

Mehr und schnelleren Durchsatz – das plant das Unternehmen auch im Hinblick auf die Schrottaufbereitung. Jährlich werden rund 30 000 Tonnen Schrott verarbeitet – Tendenz steigend. Anvisiert wird eine Verdoppelung der Menge auf 60 000 Tonnen. In Zukunft sollen darum bestehende Lagerkapazitäten auf dem 1,5 Hektar großen Gelände sukzessive ausgebaut werden. Geplant ist am Standort auch, die vorhandene Bahnverladung zu aktivieren, um so die Menge an aufbereiteten Schrotten und Metallen erhöhen zu können, die weltweit vermarktet werden. Per Schiene soll es dann in Richtung Seehäfen gehen. „Aktuell arbeiten wir im Zwei-Schicht-Betrieb – tendenziell wollen wir drei Schichten fahren. In Zukunft wollen wir auch die Verarbeitung von NE-Metallen verstärken“, erklärt der Inhaber. Das erfordert wiederum eine Aufstockung des Personals, das derzeit aus rund 20 Mitarbeitern besteht. Dass sich der noch recht junge Betrieb in kurzer Zeit so gut entwickelt hat, würdigten auch die Sparkasse Lüneburg und die Volksbank Lüneburger Heide, indem sie die unternehmerische Leistung 2021 mit dem Lüneburger Gründerpreis Impuls auszeichneten.

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