Die bauma steht für Neuheiten. Dass dort auch Baumaschinen älterer Baujahre vorgestellt werden, würde niemand auf den ersten Blick vermuten. Doch bei Zeppelin ist es längst Tradition, dass auch solche auf der Leitmesse der Baubranche ihre Daseinsberechtigung haben. Denn 2003 wurde zusammen mit Caterpillar das Rebuild- Programm in Deutschland auf den Weg gebracht. Daraufhin startete Zeppelin als erster europäischer Händler mit den Generalüberholungen und stellte deren Ergebnisse seit 2004 in schöner Regelmäßigkeit auf jeder bauma vor. Diesmal war auf dem Messestand in der Halle B6 ein Cat Muldenkipper 772 als rundumerneuerte Maschine zu sehen. Der Skw gehört den Zement- und Kalkwerken Otterbein und wurde von der Zeppelin Niederlassung Hanau wieder auf Vorder- mann gebracht. 1 500 Werkstattstunden haben die Servicemitarbeiter reingesteckt und 7 000 Teile erneuert, damit auch dieser Skw auf der bauma neben Baumaschinen der nächsten Generation glänzen konnte.

Vom Zustand überzeugte sich Bernhard Pfohl, Leiter des Steinbruchbetriebs, bei seinem Messebesuch in München. „Dass die Baumaschine so toll ausschaut, hätten wir nicht erwartet“, kommentierte er das Ausstellungsstück. Seit 2008 be- fördert der Gewinnungsbetrieb mit dem Cat 772 Muschelkalk, der auf sechs Sohlen abgebaut wird. Der Muldenkipper hatte 14 600 Betriebsstunden erreicht, indem er Rohmaterial von der Ladestelle zum 1,5 Kilometer entfernten Brecher beförderte. „Die Baumaschine hat uns viel Freude bereitet – bis dato sind wir mit ihr unfallfrei gefahren“, so Pfohl. Das will das Unternehmen auch weiter- hin. „Wir wollen, dass der Skw auch in seinem zweiten Maschinenleben so läuft wie in seinem ersten“, verdeutlichte er.

Thomas Weber (links), der bei Zeppelin verantwortliche Geschäftsführer für den Service, bescheinigt Bernhard Pfohl (rechts), Leiter des Steinbruchbetriebs, bei seinem Messebesuch in München eine neue Seriennummer, die der Muldenkipper nach der Instandsetzung erhalten hat.

Der mittelständische Familienbetrieb, der seit 130 Jahren besteht und 120 Mitarbeiter beschäftigt, entschied sich erstmals für die von Caterpillar zertifizierte Instandsetzung Rebuild. Überzeugungsarbeit hatte der Zeppelin Serviceberater Bernhard Hohmann geleistet. „Wir hatten damit keine Erfahrung und haben uns umfassend informiert. Das lassen inzwischen immer mehr Firmen machen. Was uns letztlich dazu bewogen hat, den Schritt zu wagen, war zum einen der Preisvorteil und weil wir zum anderen eine Neumaschinen-Garantie bekommen haben. Somit haben wir kein Risiko“, argumentierte der Leiter des Steinbruchbetriebs. Der Preis für eine solche Instandsetzung liegt bei 60 bis 65 Prozent einer Neumaschine. Nach Abschluss der Instandsetzung bekommt die Baumaschine eine neue Seriennummer. Sollte sich der überholte Muldenkipper im Betrieb bewähren, würde Otterbein auch den weiteren Skw dem Zeppelin Service für eine Überholung überlassen, so der derzeitige Plan.

„Ein Rebuild ist die Königsklasse der Instandsetzung und zählt zu einer der schönsten Arbeiten im Service. Er ist prädestiniert für Kunden, die bewährte Technik favorisieren, oder Geräte ein- setzen, die nicht mehr gebaut werden. Inzwischen finden sich immer mehr Kunden, die von dem Ergebnis und dem Programm überzeugt sind und sich zum wiederholten Mal dafür entschieden. Über 150 Rebuilds durften wir bei Zeppelin bereits für unsere Kunden durch- führen“, so Thomas Weber, der bei Zeppelin verantwortliche Geschäftsführer für den Service.

Auch PS-Profi und Tuning-Spezialist Jean Pierre (JP) Kraemer (Zweiter von links) machte sich ein Bild vom Cat 772, zusammen mit André Brockschmidt vom Bauforum24 (links), hier mit Bernhard Hohmann, Zeppelin Serviceberater, Bernhard Pfohl, Leiter des Steinbruchbetriebs der Zement- und Kalkwerke Otterbein, Thomas Weber, Zeppelin Geschäftsführer, Thomas Wiedemann, Leiter Marketing für den Service, sowie Dominik Leber, Zeppelin Serviceleiter (von links).

Dabei ist so eine Instandsetzung immer auch absolutes Teamwork. Im Fall des Cat 772 arbeiteten die Servicemitarbeiter Karl-Heinz Trunk und Bastian Dölger zusammen mit Azubi Heiko Neugebauer gemeinsam daran, den Muldenkipper bis zur bauma in einen neuwertigen Zustand zu versetzen. Die Motor- und Getriebeüberholung übernahm die Zeppelin Niederlassung Frankenthal. Die Zylinder wurden in der Zeppelin Niederlassung Köln auf bereitet. Grundsätzlich wer- den zwei Arten der Instandsetzung von Zeppelin angeboten: Die eine umfasst die komplette Maschine, so wie sie hier erfolgte. Die andere konzentriert sich auf den Antriebsstrang, das heißt, Motor, Getriebe, Wandler, Kühler, Achsen und Bremsen. Für Rebuild-Maßnahmen gilt außerdem: Bis die Maschinen zusammengebaut werden, fließen alle technischen Neuerungen ein, die zwischen- zeitlich Eingang in die Serienproduktion gefunden haben. Alle Komponenten der Baumaschinen werden exakt nach den strengen Vorgaben überprüft, die der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar für einen zertifizierten Rebuild vorgibt. „Das sind schlagkräftige Argumente, die viele Kunden überzeugen“, erklärte Thomas Wiedemann, der bei Zeppelin das Marketing für den Service leitet. So auch auf der bauma. Der auf der Messe ausgestellte Cat Muldenkipper animierte zehn weitere Kunden, einen von Caterpillar zertifizierten Rebuild an ihrem Ge- rät durchführen zu lassen. Auch PS-Profi und Tuning-Spezialist Jean-Pierre (JP) Kraemer machte sich ein Bild vom 772 und war begeistert, was der Service bei Zeppelin zu leisten im Stande ist.

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