Normalerweise steht Caterpillar für schwere Erdbewegung. Dass der weltgrößte Baumaschinenhersteller inzwischen auch im 3D-Druck von Ersatzteilen immer größere Fortschritte erzielt und damit sogar Leben retten könnte, zeigt die Nachbildung des wichtigsten Muskels des menschlichen Körpers. Sie wurde im Lauf des letzten Jahres von Caterpillar Ingenieuren sowie Ingenieuren und Ärzten des Jump Trading Simulation & Education Centers in Peoria entwickelt. Nachgebildet wurden zwei Modelle, die der Herzchirurgie und der Forschung bei der Behandlung von Patienten helfen sollen.

Zusammen entwickelten Caterpillar Ingenieure sowie Ingenieure und Ärzte
des Jump Trading Simulation & Education Centers in Peoria die Nachbildung
des menschlichen Herzens. Fotos: Jump

In beiden Fällen arbeiteten die Mitarbeiter eng zusammen, um reale Patienten- MRT- und CT-Scandaten in druckfähige Dateien zu übersetzen. „Um die volle Leistungsfähigkeit eines 3DDruckers ausschöpfen zu können, muss man Ingenieure haben, die wissen, wie man diesen benutzt. Die Modelle, die wir von dem Caterpillar Labor zurückerhielten, waren erstklassig, was nicht nur am Drucker lag, sondern auch an den Ingenieuren und der Qualität der Modelle“, so Dr. Matthew Bramlet, Kardiologe und Direktor für Nachbildungen bei Jump. Das erste Modell war ein Querschnitt, gedruckt in durchsichtigem Material. Es enthielt farbige Arterien, die es den Ärzten erlaubten, genau zu verfolgen, wie die Arterien durch den Herzmuskel verliefen und dabei Abweichungen aufwiesen. Modell Nummer zwei wurde in elastischem Material hergestellt. Das machte es dem Chirurgen möglich, genau zu identifizieren, welcher Teil des Muskels entfernt werden musste. So konnte er die OP am Modell üben, bevor er später zum Skalpell griff. Nicht nur die Medizin erhielt bei diesem Projekt ein Instrument an die Hand, das der besseren Patientenversorgung dient, sondern für die Caterpillar Ingenieure, die sich für gewöhnlich um die Weiterentwicklung von Baumaschinen kümmern, brachte der Nachbau eines Herzens neue Erkenntnisse bei der Anwendung von 3D, die in Zukunft bei Baumaschinen einfließen sollen. „Durch die Zusammenarbeit konnten wir komplexe Geometrien nutzen, mit denen wir sonst bei unserer täglichen Arbeit nicht in Berührung kamen“, so Stacey Del- Vecchio, Produktmanager aus dem Bereich Fertigung bei Caterpillar.

 

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